Wir sind um die Auswirkungen unseres Handelns in alle Richtungen besorgt.
So wie wir andere Unternehmen an ihrem Verhalten messen, möchten auch wir in ethisch-moralischer Perspektive bestehen und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Darunter verstehen wir den Beitrag, den die Arete Ethik Invest für eine nachhaltige Entwicklung leisten kann.
2024 schätzten wir zum vierten Mal die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit quantitativ ab. Dafür nutzen wir die bekannte ESG-Systematik aus dem Angelsächsischen, wonach wir diese in die Bereiche «Umwelt» («E»), «Soziales» («S») und «Führung» («G») aufteilen – wobei die Bereiche untereinander vielseitig vernetzt sind.
Nachhaltige Entwicklung liegt im Fokus der Geschäftstätigkeit bei der Arete Ethik Invest. Was wir mit unserem Produktangebot beitragen können, ist Thema unseres detaillierten Nachhaltigkeitsberichts auf Produktebene, wie zum Beispiel für den PRIME VALUES Growth Fonds:
Der weltweite Verbrauch an natürlichen Ressourcen durch Menschen ist aktuell nicht nachhaltig und die meisten sich daraus ergebenden Schwierigkeiten drohen, sich in Zukunft weiter zu verschärfen.
Noch gibt es wenige verlässliche Methoden, um den Unternehmenseinfluss auf die lokale – ganz zu schweigen von der regionalen oder sogar globalen – Biodiversität zu messen. Aus praktischen Gründen fokussieren wir uns daher auf die Berechnung unserer Treibhausgasemissionen (THGs). Dies ist sachlich zu rechtfertigen, da in unserer Geschäftstätigkeit die negativen externen Effekte in diesem Bereich überwiegen dürften – wir unternehmen zum Beispiel keine grossen Bauprojekte und verursachen nur geringe Stoffflüsse – und da eine Bekämpfung des Klimawandels wiederum Entlastung für viele andere ökologische Problemfelder bringt.
Für 2024 haben wir erneut detaillierte Daten zu unserem Energieverbrauch, Pendelverhalten und Geschäftsreisen erfasst, für andere Quellen nutzen wir Erfahrungswerte der Stiftung. Wir verursachten durch unsere Geschäftstätigkeit Emissionen in Höhe von rund 42 Tonnen CO2-Äquivalenten in 2023.
Diese teilen sich wie folgt auf die Quellen auf:
Dies klingt zunächst nach viel, auch pro Mitarbeitenden sind es noch 4.5 Tonnen. Dieser Verbrauch des ganzen Jahres entspricht aber nur den THG-Emissionen eines Flugs einer vierköpfigen Familie in der Economy-Klasse zum Beispiel nach Dubai.
Im Vergleich zu anderen Unternehmen arbeiten wir relativ klimaschonend, was unter anderem an unserem Geschäftsmodell liegt.
Berücksichtigt man aber in absoluten Zahlen, dass unsere Mitarbeitenden auch privat Emissionen verursachen, bekommt die Klimakrise eine andere Bedeutung: Im EU-Durchschnitt werden pro Person 7 Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Sollen unsere gesamtgesellschaftlichen Klimaschutzziele erreicht werden, müsste dieser Wert bei 0.6 Tonnen liegen. Es liegt also noch viel Arbeit vor uns!
Über die Finanzierung von klimaschützenden Projekten können Unternehmen Verantwortung für ihre nicht einsparbaren THG-Emissionen übernehmen – eine Möglichkeit, die wir gern wahrnehmen. Vom ethischen Aspekt abgesehen, erlaubt dies uns, schon heute auf freiwilliger Basis die gesellschaftlichen Kosten der Emissionen in der Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen.
Bestätigung CO2-Projektfinanzierung durch Arete Ethik Invest AG:
Der Mensch steht im Zentrum des philosophischen Denkens.
Die Transformation zu einem nachhaltigen Leben im Einklang mit der Natur ist auch für uns ein kontinuierlicher Weg, den wir weiter gehen werden.
Wie einige Unternehmen der Finanzbranche haben wir einen eher geringen negativen ökologischen Einfluss, vor allem verglichen mit der wirtschaftlichen und sozialen Wertschöpfung. In unserem Fall fällt als Vermögensverwalter auch die je nachdem problematische Wirkung der Kreditvergabe weg.
Da wir gesamtgesellschaftlich in wenigen Jahren Netto Null-Emissionen erreichen müssen, sind Projekte zur Emissionskompensation langfristig nur ein Teil der Lösung. Wichtiger ist die Emissionsvermeidung allerorten.
Wir wollen weiterhin versuchen, unsere Geschäftsreisen möglichst wenig umweltschädlich zu gestalten, sowie bei den eingekauften Produkten auf soziale und ökologische Aspekte zu achten.