ÄNDERUNGEN IM ANLAGEUNIVERSUM
Das Ethik-Komitee hat für das Anlageuniversum der PRIME VALUES Fonds in den vergangenen Monaten unter anderem folgende Entscheidungen getroffen:
Autodesk Inc. (IT, USA) – Aufnahme
Der US-amerikanische Softwarehersteller Autodesk Inc. (US0527691069) ist durch seine CAD-Programme (Computer Aided Design) gross geworden und stellt heute für verschiedene Industrien Produkte für digitale 2D- und 3D-Produkte her. Die Komplexität des an sich einfachen Geschäftsmodells der Software-Entwicklung liegt in der laufenden Anpassung an neue Möglichkeiten der digitalen Transformation (u.a. Cloud, Artificial Intelligence) für diverse Kundensegmente.
Bild: CAD-Visualisierung (www.autodesk.com)

Das Angebot ist in gesellschaftlicher Hinsicht sinnvoll und in ökologischer Hinsicht insofern von hohem Kundennutzen, als substanzielle Optimierung im Energiemanagement und der Materialauswahl, Reduktion von Treibhausgas-Emissionen und Abfall erreicht werden kann. Da die Geschäftspolitik von Autodesk zudem eine hohe Affinität zu nachhaltiger Wirtschaftsweise zeigt, wurde das Unternehmen vom Ethik-Komitee mit dem Prädikat „positiv“ ins Anlageuniversum aufgenommen.
Colruyt Group (Einzelhandel, Belgien) – Ausschluss
Die belgische Colryut Group (ISIN BE0974256852) bietet über verschiedene Tochtergesellschaften, mehrheitlich für den Einzelhandel, eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen, wie z.B. Mode, Fahrräder, Krankenhausnahrung, Druck- und Webshops an. Allerdings werden auch aufgrund des Verkaufs von Alkohol, Tabak und fossiler Treibstoffe (über das Tankstellennetz) von deutlich über 10% des Umsatzes, verschiedene Ausschlusskriterien berührt.
Das Ethik-Komitee anerkennt die guten Ansätze des Unternehmens in Richtung Nachhaltigkeit, sieht aber angesichts der kumulierten Verletzung mehrerer Ausschlusskriterien davon ab, das Unternehmen ins Anlageuniversum aufzunehmen.
TOP-PERFORMER SEIT JAHRESBEGINN
Die Aktie der US-amerikanischen Waters Corporation (ISIN US9418481035) hat seit Jahresbeginn mitunter den stärksten Performancebeitrag für die Fonds generiert und seither in EUR um 73% zugelegt (Stand per 31.08.2021).
Die Waters Corporation ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Spezialmesstechnik, das sich auf die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Menschen durch den Einsatz hochwertiger Analysetechnologien und branchenführender wissenschaftlicher Expertise konzentriert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Instrumente und Messgeräte, die es laborbasierten Geschäftsmodellen von Kunden erlauben, Stoffe in Bestandteile zu trennen (Chromatographie), das Fliessverhalten von Materie zu bestimmen (Rheometrie), Wärme zu messen (Kaliometrie) oder die Masse von Atomen und Molekülen zu ermitteln (Massenspektrometrie). Das weltweit in 50 Ländern vertriebene Angebot kommt in diversen Branchen zum Einsatz. Die Produkte dienen den Kunden, neue Arzneimittel zu entdecken, die Sicherheit der weltweiten Lebensmittel- und Wasserversorgung zu gewährleisten oder die Integrität einer chemischen Einheit in der Produktion sicherzustellen.
Das hochspezialisierte Angebot von Waters Corp. erfüllt in diversen Industriezweigen einen wertvollen Zweck und kann punktuell auch bei der Verringerung von Umweltbelastungen zum Einsatz kommen. Das Unternehmen verfolgt seit Jahren kontinuierlich eine verantwortungsbewusste Geschäftspolitik und integriert laufend weitere Nachhaltigkeitskriterien in den Geschäftsalltag.
Aktienchart Waters Corporation:

AKTUELLES AUS DEM ETHIK-RESEARCH
Drei Fragen an Frau Dr. Alexandra Kroll
Alexandra Kroll ist Spezialistin im Bereich der
Gewässertoxikologie und untersucht u.a. Auswirkungen der Nanotechnologie. Sie ist als Wissenschaftlerin am Ökotoxzentrum (Schweizerisches Zentrum für angewandte Ökotoxikologie, ETH Bereich, Schweiz) tätig und seit vielen Jahren Mitglied des PRIME VALUES Ethik-Komitees.

«In der Natur gibt es keinen Abfall». – Stimmt diese Aussage?
Eigentlich entsteht in jedem biologischen System Abfall. Primaten, die einen Stock zunächst verwenden und dann wegwerfen. Schnecken, die sterben und ihr Gehäuse zurücklassen. Abgestorbene Organismen, die über Millionen von Jahren zu dem werden, was wir als Erdöl kennen – um einige Beispiele zu nennen. Wichtig ist, welches Schicksal dieser Abfall hat. In der Regel sind die Abfälle anderer Organismen direkt recyclebar, beispielsweise durch angepasste Mikroorganismen. Fehlen diese, ist die Zerfallsdauer lang. Im Vergleich zu natürlichen besteht die Herausforderung durch menschliche Abfälle neben möglichen schädlichen Wirkungen in ihrem schieren Volumen und in der Zusammensetzung, so dass sie in der Natur nicht so schnell zersetzt werden können, wie sie entstehen.
Sie sind Expertin für toxische Stoffe. Woher kommen diese und wie ist ihre Wirkung zu beschreiben?
Jeder Stoff – egal ob natürlicher Herkunft oder durch den Menschen erzeugt – kann potentiell biologische Abläufe stören. Manche Stoffe zeigen eine spezifische Wirkung, sie binden sich zum Beispiel an bestimmte Moleküle in oder auf Zellen, und stören dadurch einen Signalweg. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Effekte, die zu beobachten sind. Andere Stoffe wirken unspezifisch und führen zu narkotischen Effekten. Die Toxizität schliesslich beschreibt die Menge eines Stoffes, die zu einem bestimmten messbaren Effekt führt. Sie wird auch zum Vergleich und zur Zulassung von Stoffen herangezogen und wird je nach rechtlichem Zusammenhang unterschiedlich bewertet. Zur Bewertung der Umweltauswirkungen von Stoffen werden in der Regel die Stoffmengen herangezogen, die den Tod von 50 % aller Organismen einer Art auf kurze Sicht bewirken und eine Reproduktion auf lange Sicht beeinträchtigen.
Ist eine «Kreislaufwirtschaft» überhaupt noch denkbar angesichts der Vielzahl eingesetzter Stoffe mit Gefahrenpotential?
Meines Erachtens funktioniert dieses Konzept nur im Zusammenhang mit global veränderten Prioritäten. Solange Stoffe ohne Prüfung der Notwendigkeit in nicht-regulierten Mengen und unabhängig von der Möglichkeit der vollständigen Wiederverwertbarkeit eingesetzt werden dürfen, werden wir dieses Ziel nicht erreichen. Beim Produktdesign steht global betrachtet noch immer die Machbarkeit und der finanzielle Gewinn im Vordergrund unabhängig von der Kreislauffähigkeit und der Energiebilanz.
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Die vorgenannten Verkaufsunterlagen erhalten Sie in elektronischer oder gedruckter Form u. A. in den Geschäftsstellen der Arete Ethik Invest AG, Talstr. 58, 8001 Zürich, der Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A., 1c, rue Gabriel Lippmann, L-5365 Munsbach sowie beim Vertreter in der Schweiz (ACOLIN Fund Services AG, Affolternstrasse 56, 8050 Zürich, www.acolin.ch). Die Zahlstelle in der Schweiz ist die Credit Suisse, Paradeplatz 8, 8001 Zürich.
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